Monatsarchiv für Mai 2008

 
 

Vom Zugpferd zum Ackergaul? Klimapolitik der Bundesregierung enttäuscht

Die Bundesregierung hat angekündigt, den zweiten Teils des Klimapakets auf den 18. Juni und die Reform der Kfz-Steuer vielleicht sogar in den Herbst oder das nächste Jahr zu verschieben. In Brüssel versucht die Regierung das EU-Klimapaket vom Januar dieses Jahres an entscheidenden Stellen zu verwässern.
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Alternative, heimische Energiepflanzen

Alternativen zu Mais als Energiepflanze gibt es viele. Ob diese jedoch wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, hängt von den jeweiligen Standortbedingungen ab.
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Solarstrom in Deutschland nicht gefährden

Eindringlich appelliert der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. an CDU/CSU-Fraktionsspitze und an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die aktuell von Wirtschafts- und Umweltpolitikern ihrer Partei formulierte Forderung nach einer drastischen Reduktion der Solarförderung zurückzuweisen.
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Reduzierung der Solarförderung und deren Folgen

Beide Parteien der Großen Koalition planen die Senkung der bisherigen Solarförderung. Die eine mehr, die andere weniger!

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich vor kurzem für eine drastische Absenkung um über 25 Prozent in den nächsten zwei Jahren ausgesprochen; gegen berechtigte Zweifel aus der eigenen Partei. Die SPD beabsichtigt ebenfalls eine Verringerung der Solarförderung, jedoch nur um sieben bis acht Prozent im Jahr.

Als ökologisch und ökonomisch denkender Mensch sehe ich in der abrupten Reduzierung die selbst gesteckten Ziele im Klimaschutz sowie zahlreiche Arbeitsplätze, auch außerhalb der eigentlichen Solarbranche, in Gefahr.

Dank der bisherigen EEG-Förderungen konnte die Solarbranche in Deutschland 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Nicht mitgerechnet die zahlreichen Jobs im Elektrohandwerk und in der Baubranche, die alle samt vom Solarboom profitieren. Deutschland ist unbestrittener weltweiter Marktführer im Bereich der Solartechnologien!

Nach Berechnungen des BSW-Solar macht die auf den Energiepreis aller Verbraucher umgelegte, vorübergehende, Anschubfinanzierung für die Markteinführung der Solartechnik nicht einmal ein Prozent der in den nächsten Jahren zu erwartenden Kosten jedes Durchschnittshaushaltes für den Bezug fossiler Energie aus. Im letzten Jahr betrug die monatliche Solarumlage nach Angaben des Bundesverbandes rund einen Euro je Haushalt und Monat.

Geld das sinnvoll angelegt ist: Dank der heutigen Forschung könnte Solarstrom bereits in sieben Jahren weitaus günstiger sein als herkömmlich erzeugter Strom.

In Zeiten stetig steigender Energiepreise und Verknappung der fossilen Energieträger bewundere ich den Mut der Parteien, sich gegen den Ausbau der erneuerbaren Energien zu stellen. Ebenso bleibt, dank Mangel an “vernünftigen” und einleuchtenden Argumenten, ein fahler Nachgeschmack perfekter Lobbyarbeit seitens der “Energie-Dinos”.

Wie stellen sich die beiden großen Parteien eine klimafreundliche Energiewende ohne die entsprechende Forschung vor? Wie stehen unsere Abgeordneten persönlich zum Beschluss Ihrer Fraktionen?

Ergreifen Sie selbst die Initiative, schreiben Sie Ihrem Abgeordneten nach Berlin!
Einen Musterbrief stelle ich Ihnen hier zur Verfügung… und die eMail-Adresse Ihres Abgeordneten oder dessen Wahlkreisbüro finden Sie nach Eingabe Ihrer PLZ hier:

http://www.abgeordnetenwatch.de/bundestag-132-0.html

Ein Kommentar von Daniel Emmert